Erinnerung an Opfer sowjetischer Speziallager
Oranienburg - Es war ein Ort des Elends und des Todes - das sowjetische Speziallager in Sachsenhausen.
An diesem Samstag erinnert die Gedenkstätte Sachsenhausen an die Opfer. Anlass ist der 65. Jahrestag der Verlegung des Speziallagers Nr. 7 im August 1945 von Weesow in den Kernbereich des ehemaligen NS-Konzentrationslagers. Bis zur Auflösung des Lagers im Frühjahr 1950 waren dort rund 600 000 Menschen inhaftiert, fast 12 000 starben an Hunger und Krankheiten. An ihr Leid will die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten einen Tag lang erinnern. Zum Auftakt ist ein ökumenischer Gottesdienst geplant. Anschließend sollen erste Exemplare des Totenbuchs mit den Namen der Opfer an Angehörige überreicht werden. Es wurde laut Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz und mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erstellt. Zu der Veranstaltung wird unter anderem Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) erwartet.


