Überfall auf Geldtransporter bei Ikea - Suche mit Polizeihubschrauber
Der letzte Tag vor dem Lockdown. Vor der Ikea-Filiale stauen sich Kunden. Gleichzeitig schlagen auf der Rückseite Kriminelle zu
Berlin - Drei Räuber haben einen Geldtransporter am Ikea-Möbelhaus in Berlin-Schöneberg überfallen. Sie bedrohten am Dienstag gegen 9.30 Uhr einen 55 Jahre alten Geldboten, der die Filiale am Sachsendamm durch einen Hintereingang verließ, mit Schusswaffen, wie die Polizei mitteilte. Zunächst hieß es von der Polizei, ein Wachmann sei bedroht worden. Die drei Täter erbeuteten dabei einen Geldkoffer. Sie seien in einem weißen Audi mit gestohlenen Kennzeichen geflüchtet, so die Polizei. Die Stadtautobahn führt direkt an dem Möbelhaus entlang. Bei der Suche nach den Männern setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein.
Verletzt wurde laut Polizeisprecherin niemand. Wie viel Geld erbeutet wurde, ist noch nicht bekannt. Die Spurensicherung des Landeskriminalamtes (LKA) und weitere Kriminaltechniker waren am Vormittag und Mittag an der Filiale im Einsatz. Die Polizei befragte Zeugen.
Nach «Bild»-Informationen sollen mehrere Männer auf den Transporter zugestürmt sein. Auf einem Foto der «B.Z.» war ein weißer Lieferwagen mit der Aufschrift «Geld- und Werttransport» vor dem Hintereingang zu sehen. Wegen des letzten Einkaufstages in Möbelhäusern vor dem harten Corona-Lockdown stauten sich die Menschen und Autos vor dem Ikea-Geschäft.
Die Tat erinnert an vergangene Überfälle dieses Jahr. Gefasst wurden die Täter bisher nicht. Die Polizei verwies immer wieder auf unterschiedliche Vorgehensweisen bei den Taten, prüfte jedoch mögliche Zusammenhänge. Außerdem ermittelte sie, ob Spuren oder Hinweise zu kriminellen Mitgliedern arabischstämmiger Clans führen, die in den vergangenen Jahren mehrfach Überfälle auf Geldtransporte und Kaufhäuser und Einbrüche in Banken verübten.
Nachricht teilen
… ich on air!