500 antisemitische Taten in Brandenburg - Experten fordern Aufklärung
492 antisemitische Vorfälle
500 antisemitische Taten in Brandenburg - Experten fordern Aufklärung
In Brandenburg hat es einer Studie zufolge von 2014 bis 2018 insgesamt 492 antisemitische Vorfälle gegeben. Darunter seien 433 polizeilich registrierte Straftaten gewesen. Das sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus, Benjamin Steinitz. Die übrigen Vorfälle seien von Beratungsstellen gemeldet worden. Die meisten Straftaten wie Schmierereien oder Sachbeschädigungen hätten sich im Umfeld von jüdischen Einrichtungen ereignet. In 67 Fällen habe es sich um antisemitische Straftaten gegen Menschen gehandelt. Dabei handelte es sich laut Studie überwiegend um Beleidigungen und Bedrohungen. Allerdings waren darunter auch 14 Gewalttaten gegen jüdische Menschen. Die Straftaten hätten sich in etwas weniger als der Hälfte der Fälle auch in Kleinstädten und ländlichen Regionen ereignet. Staatskanzleichef Martin Gorholt berichtete, dass es in den ersten fünf Monaten dieses Jahres bereits 51 antisemitische Straftaten gegeben habe, gegenüber 38 im Vorjahreszeitraum. «Antisemitismus ist leider ein hochaktuelles Phänomen, dem wir entschieden entgegentreten müssen.»
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