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Auf schlafende Partnerin eingestochen - Weitgehendes Geständnis

Mit einem weitgehenden Geständnis des Angeklagten hat vor dem Landgericht

Potsdam - Mit einem weitgehenden Geständnis des Angeklagten hat vor dem Landgericht Potsdam der Prozess gegen einen Familienvater begonnen, der versucht haben soll, seine schlafende Partnerin zu ermorden. Der 37-jährigen aus Brandenburg/Havel habe in der Nacht zum 10. April 2019 auf die im Bett liegende Frau eingestochen, erklärte der Staatsanwalt am Montag in der Anklage. Am Vorabend soll die Frau konkrete Trennungsabsichten geäußert haben. Der Mann habe erst abgelassen, nachdem die neunjährige Tochter herbeigeeilt war und die Polizei alarmiert hatte. Das Leben der Frau könnte mit einer mehrstündigen Notoperation gerettet werden.

Der Angeklagte sagte vor Gericht, er habe keine rechte Erinnerung mehr an die Bluttat. «Ich möchte die Tat aber nicht abstreiten.» Er habe in der Nacht im Zimmer seiner Tochter geschlafen und sei aufgestanden, um in der Küche etwas zu trinken. Dort habe er sich ein Messer genommen, weil er daran gedacht habe, sich selbst etwas anzutun. Doch dann sei er zu seiner Frau ins Schlafzimmer gegangen.

Der 37-Jährige erklärte, dass er 16 Jahre lang mit seiner Partnerin zusammen gewesen sei. Neben der Tochter hatten sie einen einjährigen Sohn. Nach einer ersten Beziehungskrise im Jahr 2013 habe er im April diesen Jahres nicht mit neuen Trennungsabsichten seiner Partnerin gerechnet. Doch sie habe erklärt, sie habe «jemand Neues» kennengelernt.

Seine Tat könne er sich aber heute nicht mehr erklären, betonte der 37-Jährige. «Ich kann das nicht verstehen, weil ich gegen Gewalt bin und die Beziehung immer harmonisch war», sagte er. «Hätte ich damals über die Folgen der Tat nachgedacht, in vollem Bewusstsein, wäre das nicht passiert.»

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