Beauftragter: Bedrohlicher Alltag für Juden in Berlin
Mit der Kippa oder der Kette mit Davidstern vor die Haustür? oder ist das schon zu gefährlich?
Berlin - Berlins Antisemitismus-Beauftragter Samuel Salzborn sieht die Hauptstadt weiterhin nicht als sicheren Ort für jüdische Menschen. «Wir haben nach wie vor eine hoch angespannte Sicherheitslage», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Einerseits gebe es immer wieder israelfeindliche antisemitische Aktionen, etwa bei Demonstrationen oder an Hochschulen. «Zudem haben wir die Situation, dass Jüdinnen und Juden in ihrem Alltag massivst eingeschränkt sind.»
Salzborn spricht von einem «bedrohlichen Alltag», der eher unter der Oberfläche stattfinde. «Er ist gar nicht so sichtbar, sondern veralltäglicht. Das, was wir eigentlich wollten in Deutschland, das alltägliche Umgehen mit jüdischem Alltag, ist mittlerweile völlig gekippt», sagte er.
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