Bei seelischen Krisen: Therapeuten helfen Müttern zu Hause
Junge Mütter mit psychischen Problemen haben es doppelt schwer: Sie müssen sich auch um ihre
Junge Mütter mit psychischen Problemen haben es doppelt schwer: Sie müssen sich auch um ihre Babys kümmern. «Mütter mit Babys sind absolut unterversorgt, was psychiatrische Behandlungen anbelangt. Diese Patientinnen sehen wir nur im Krankenhaus, wenn sie so schwer krank sind, dass es wirklich gar nicht mehr anders geht», sagt die Berliner Psychiaterin und Psychotherapeutin Britta Janßen, die an der Vivantes-Klinik für Psychiatrie im Klinikum in Kaulsdorf arbeitet. So sei die Idee entstanden, diesen Frauen möglichst frühzeitig zu Hause zu helfen.
Das Konzept, das die Behandlung psychisch Kranker zu Hause ermöglicht, heißt Stationsäquivalente Behandlung (Stäb) und ist seit 2018 in Deutschland zugelassen. Immer mehr Kliniken bieten diese Art der Behandlung für verschiedene Zielgruppen an. Allein an drei Berliner Vivantes-Standorten wurden im vergangenen Jahr 664 Fälle gezählt, die laut einer Sprecherin insgesamt an 15 719 Tagen behandelt wurden.
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