Berlin setzt auf neue Räume gegen Suizide im Gefängnis
Freundliches Mobiliar statt karger Haftraum und Kameraüberwachung
Berlin - Die Justiz will die Gefahr von Selbstmorden in Berliner Gefängnissen verringern. Ein Baustein dabei ist ein spezieller Raum, der Gefangenen in akuten suizidalen Krisen eine sichere und zugleich würdige Umgebung bieten soll, wie die Senatsjustizverwaltung mitteilte. Den ersten Raum dieser Art stellt Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) heute vor. Er befindet sich in der Haftanstalt Moabit.
Der sogenannte Suizidpräventionsraum soll betroffenen Insassen eine intensivere Betreuung sowie umfassendere Unterstützung ermöglichen. Trotz einer speziellen Ausstattung mit risikoarmem Mobiliar soll das Zimmer eine freundliche Atmosphäre ausstrahlen. Bislang werden suizidgefährdete Gefangene in der Regel in karge und kameraüberwachte Hafträume gebracht.
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