Berliner SPD-Fraktion fordert klares Hygienekonzept für Gastwirte
Vor der Wiedereröffnung von Teilen der Berliner Gastronomie am Freitag
Berlin - Vor der Wiedereröffnung von Teilen der Berliner Gastronomie am Freitag fordert die Berliner SPD-Fraktion schärfere Hygiene-Vorgaben für die Gastwirte. Die Regelungen für Restaurants und Gaststätten müssten «detaillierter und eindeutiger» sein, als in der geltenden Corona-Verordnung beschrieben, teilte die Fraktion am Dienstagabend mit. «Die Gastronomen brauchen dringend den wirtschaftlichen Ertrag, um das vielfältige Angebot in Berlin erhalten zu können», erklärte SPD-Fraktionsvize Jörg Stroedter. Gleichzeitig müssten aber die Gäste geschützt werden. «Es muss uns allen klar sein, dass es nicht ohne ein klares Hygienekonzept geht, an das sich jeder Betrieb halten muss.»
In einem am Dienstag beschlossenen Antrag forderten die Abgeordneten der Regierungsfraktion Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) auf, noch vor Freitag ein «transparentes und nachvollziehbares Hygienekonzept» vorzulegen, wie es auch Voraussetzung für die Wiedereröffnung der Schulen sei.
Gaststätten mit eigenem Essensangebot dürfen ab Freitag wieder bis 22 Uhr ihre Innen- und Außenbereiche öffnen. Unter anderem müssen sie einen Abstand zwischen den Tischen inklusive Stühlen von 1,5 Meter bewahren. Buffets bleiben verboten, die Gäste dürfen nur an ihren Plätzen bedient werden. Außerdem gelten allgemeine Hygienevorschriften, die etwa das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Gewerbebetrieben regeln.
In einem weiteren laut Mitteilung am Dienstag beschlossenen Antrag forderten die SPD-Abgeordneten zudem weitere Soforthilfen für kleine und mittlere Unternehmen in Berlin: Die Zuschüsse müssten nicht zurückgezahlt werden und sollen als Liquiditätshilfe eingesetzt werden.
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