Bezirksbürgermeister fahren im Dienst nicht immer umweltfreundlich
In Sachen Dienstfahrzeug und Klimaschutz sind Berlins Bezirksbürgermeister nicht immer vorbildlich
Berlin - In Sachen Dienstfahrzeug und Klimaschutz sind Berlins Bezirksbürgermeister nicht immer vorbildlich. Während die Grünen-Politiker auf ein Dienstfahrrad zurückgreifen, setzen vor allem die Bezirksbürgermeister der CDU und Linkspartei auf Dienstwagen mit einem höheren Kohlendioxid-Ausstoß (CO2). Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz auf Anfrage des Grünen-Abgeordneten Georg Kössler hervor.
Demnach beträgt der Nominalwert der CO2-Emission bei den Fahrzeugen der CDU-Politiker durchschnittlich 93 Gramm pro Kilometer. Bei den Bezirksbürgermeistern der Linkspartei sind es im Schnitt 90 Gramm pro gefahrenem Kilometer. Etwas besser schneiden die SPD-Vertreter ab mit 70 Gramm pro Kilometer im Dienstfahrzeug. Laut Angaben der Senatsverwaltung fährt der Bezirksbürgermeister von Lichtenberg, Michael Grunst (Linke), mit einem Diesel-Audi und einem CO2-Ausstoß von 150 Gramm pro Kilometer das umweltschädlichste Auto.
Allerdings sind die Werte aus den einzelnen Bezirken wohl nur bedingt miteinander zu vergleichen - gerade in den Stadtrandbezirken können Dienstfahrten aufgrund der Verkehrsanbindungen nicht immer mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. «Doch dafür gibt es passende Hybrid- und Elektroautos», meint Kössler.
Auffällig ist, dass die Bezirksbürgermeister mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von insgesamt 67 Gramm pro Kilometer etwa doppelt so «sauber» fahren wie die Berliner Senatoren: Laut einer Anfrage von Kössler aus dem Sommer 2019 liegt der durchschnittliche Ausstoß hier bei 123 Gramm pro Kilometer.
Nachricht teilen
… ich on air!