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Bombensprengung geplant: Tausende Menschen müssen Häuser verlassen

Nach einem erneuten Bombenfund in Potsdam müssen am Mittwoch (bis 8.00 Uhr) 7500 Menschen



Potsdam  - Nach einem erneuten Bombenfund in Potsdam müssen am Mittwoch (bis 8.00 Uhr) 7500 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war vergangene Woche im Aradosee unweit vom Hauptbahnhof gefunden worden und soll nun unschädlich gemacht werden. Im Bahnverkehr wird es zu Einschränkungen kommen. Auch drei Senioreneinrichtungen, vier Kitas, zwei Schulen sowie das Bundespolizeipräsidium liegen in dem rund 800 Meter weiten Sperrkreis rund um den Fundort und müssen laut Stadt evakuiert werden.

Die Weltkriegsbombe liege in etwa drei Metern Tiefe im Schlamm des Aradosees. Da sie stark verkrustet ist, der Zünder nicht identifiziert werden konnte und ein großer Baum auf dem Blindgänger im Wasser liegt, muss die Bombe nach Einschätzung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gesprengt werden. Den Angaben zufolge wird dabei ein sieben mal sieben Meter großes Strohfloß eingesetzt, um den Splitterflug zu begrenzen.

Anwohner und Pendler müssen sich auf Sperrungen einstellen. Sobald der Sperrkreis steht, enden die S-Bahnen aus Berlin am Bahnhof Babelsberg, hieß es. Die Regionalbahnen werden ab 10 Uhr über Werder, Golm und Spandau umgeleitet. Auch für einzelne Buslinien werde es Einschränkungen geben, betroffen seien ab 8.00 Uhr die Regiobuslinien 601, X1 und 619 sowie die Linien der Verkehrsbetriebe 690, 693, 694. Der Potsdamer Hauptbahnhof ist von der Sperrung nicht betroffen.

Es ist der 204. Blindgänger, der seit der Wende in Potsdam gefunden wurde. In der Statistik werden Fliegerbomben ab 50 Kilogramm erfasst. Erst vor rund drei Wochen wurde ein Blindgänger in der Havel in der Innenstadt gesprengt. 13 000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.

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