Brandenburgs Jugendämter nehmen weniger Minderjährige in Obhut
Wegen des Verdachts der Kindeswohlgefährdung haben Brandenburgs Jugendämter im vergangenen Jahr
Potsdam – Wegen des Verdachts der Kindeswohlgefährdung haben Brandenburgs Jugendämter im vergangenen Jahr 1846 Minderjährige in Obhut genommen. Das waren 213 Kinder und Jugendliche weniger als 2018, wie das Jugendministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion mitteilte. Erstmals wurden im Vorjahr 178 Minderjährige wegen unbegleiteter Einreise nach Brandenburg von der Statistik erfasst.
Die Zahl der Inobhutnahmen von Jungen und Mädchen schwankte in den vergangenen Jahren. 2010 waren es den Angaben zufolge 1457 Minderjährige, 2016 bereits 2930. Seither wurden Jahr für Jahr weniger Kinder und Jugendliche der staatlichen Obhut unterstellt.
340 Mal wurden die Jugendämter im vergangenen Jahr von einem Kind oder Jugendlichen auf eigenen Wunsch eingeschaltet. In 1328 Fällen erfolgte eine Inobhutnahme wegen Gefährdung durch einen Hinweis eines Dritten, wie Polizei, Behörden oder Familienangehörige. Laut Ministerium erfasst die amtliche Statistik nicht, ob die Jugendämter wegen einer Straftat oder einem entsprechenden Verdacht initiativ geworden sind. Auch ein Zusammenhang mit der Herstellung von pornografischen Materialien werde nicht erfasst.
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