Brandstiftungsprozess Nauen: Verteidigung will Verfahren aussetzen
Potsdam - War der ehemalige NPD-Politiker Maik Schneider auch an einem Anschlag auf eine Jüterboger Begegnungsstätte beteiligt? Nach Bekanntwerden der neuen Ermittlungen will Schneiders Verteidiger am Mittwoch (10.00 Uhr) den am Landgericht Potsdam laufenden Prozess gegen Schneider wegen Brandstiftung an einer Turnhalle in Nauen unterbrechen lassen. «Sollte sich herausstellen, dass es ein Ermittlungsverfahren gegen Maik Schneider hier gibt, so stellt das wissentliche Vorenthalten dieser Ermittlungen eine Beeinträchtigung der Verteidigung dar», begründete Schneiders Verteidiger, Sven-Oliver Milke, seinen Antrag auf Aussetzung des Gerichtsverfahrens.
Schneider war in einem ersten Prozess wegen des Brandanschlags vom August 2015 auf die Sporthalle in Nauen (Havelland) zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Halle war als Flüchtlingsunterkunft vorgesehen gewesen. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil jedoch wegen der Befangenheit eines Schöffen auf. Seit Oktober läuft gegen Schneider nun ein zweiter Prozess.
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