Brennende Chemikalien in Fabrik lösen Großeinsatz der Feuerwehr aus
Rauchschwaden über Marienfelde: Ein Brand in einem metallverarbeitenden Betrieb hat die Feuerwehr die ganze Nacht beschäftigt
Berlin - Ein Brand in einem metallverarbeitenden Betrieb in Marienfelde wird die Berliner Feuerwehr wohl noch bis in den Freitagvormittag hinein beschäftigen. In den frühen Morgenstunden waren die Löscharbeiten noch im vollen Gang, ein Ende war nicht absehbar, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. «Anwohner sollten weiterhin ihre Fenster und Türen geschlossen halten.» Auch Klimaanlagen sollten gegebenenfalls ausgeschaltet werden. Betroffen sei ein Umkreis von etwa drei Kilometern rund um die Motzener Straße.
Der entstandene Rauch war ersten Erkenntnissen zufolge nicht gesundheitsgefährdend. Allerdings war die Gefahr noch nicht gebannt, da in der Galvanik-Fabrik Bäder mit Chemikalien in Brand geraten waren. «Das Feuer geht von einem Chemie-Bad ins nächste über», sagte der Sprecher. Die Einsatzkräfte versuchten unter sehr gefährlichen Bedingungen zu verhindern, dass sich der Brand auf weitere Bereiche ausbreite, schrieb die Feuerwehr auf Twitter. Gefährlich sei der Einsatz deshalb, weil in der Halle verschiedene Chemikalien reagieren oder giftige Gase entstehen könnten, erklärte der Sprecher in der Nacht.
Bis zu 3000 der 5000 Quadratmeter großen Halle seien in Brand geraten, hieß es. Eine Schadstoffwolke sei aus der Halle entwichen. «Grenzwerte, bei denen es gesundheitsgefährdend wird, wurden aber nicht überschritten», sagte der Sprecher. Zudem stehe der Wind in der Nacht so, dass der Rauch eher in unbewohnte Gebiete ziehe.
In der Luft liege ein beißender Geruch, sagte ein dpa-Fotograf, der vor Ort war. Die Feuerwehr versuche, mit Hilfe von mehreren Drehleitern die Flammen zu bekämpfen. Am späten Abend schrieb die Feuerwehr bei Twitter, dass der Krisenstab und die Freiwilligen Feuerwehren alarmiert seien.
Die Feuerwehr sei mittlerweile mit rund 160 Kräften vor Ort. Das Technische Hilfswerk war ebenfalls vor Ort und sollte dafür sorgen, dass kontaminiertes Löschwasser nicht aus dem Gebäude austritt. Einsatzkräfte des DRK kümmerten sich um 50 Anwohner in einem Wohngebäude in der Nachbarschaft, die in ein Hotel gebracht wurden. Auch die Johanniter würden den Einsatz unterstützen, hieß es.
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