Deutsche Astrophysik will Aktivitäten in der Lausitz bündeln
Die Astrophysik in Deutschland will ihre Aktivitäten in der Lausitz bündeln.
Ralbitz - Die Astrophysik in Deutschland will ihre Aktivitäten in der Lausitz bündeln. Mehrere Institutionen bewerben sich dabei um den Zuschlag für eines der Großforschungszentren (GFZ), die im Zuge des Kohleausstiegs im Osten Deutschlands entstehen sollen. Bis Ende April müssen die Bewerber ihre Ideen ausarbeiten, im Sommer fällt die Entscheidung. Der Astrophysiker Christian Stegmann sieht mit einem Deutschen Zentrum für Astrophysik in der Lausitz große Chancen für den anstehenden Strukturwandel verbunden. Er rechnet mit einem Jahresetat von 170 Millionen Euro und mindestens 1000 direkten verbundenen Jobs.
Hinter dem Projekt stehen führende Köpfe der Branche, darunter der Wissenschaftschef der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Günther Hasinger, sowie der Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie und Präsident der Astronomischen Gesellschaft, Michael Kramer. Das Vorhaben hat drei Komponenten. Zum einen sollen Daten astronomischer Observatorien in aller Welt in der Lausitz zusammenlaufen. Ferner ist ein Technologiezentrum geplant, das etwa neue Halbleiter-Sensoren für Observatorien entwickeln soll. Zudem soll 200 Meter unter der Erde das «Einstein-Teleskop» zur Messung von Gravitationswellen entstehen.
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