Dutzende Mängel in Fleisch- und Spargelbetrieben in Brandenburg
In Fleischbetrieben, Spargelhöfen und weiteren Erntebetrieben in Brandenburg haben Kontrolleure 17 mittelschwere Mängel
Potsdam - In Fleischbetrieben, Spargelhöfen und weiteren Erntebetrieben in Brandenburg haben Kontrolleure 17 mittelschwere Mängel bei den Arbeitsbedingungen in der Corona-Krise festgestellt. In zwei Fällen in einem Spargelbetrieb und einmal bei der Obst- und Gemüseernte sei nicht genug Platz in der Schlafunterkunft gewesen, wie aus einem Bericht des Gesundheitsministeriums hervorgeht, der am Mittwoch in Potsdam vorgestellt wurde. In zwei Fällen fehlte der Meldeweg für Corona-Verdachtsfälle, einmal seien die Bewohner von Unterkünften nicht genug über Schutzmaßnahmen informiert worden.
In der Fleischindustrie gab es dem Bericht zufolge in drei Fällen Mängel im Schlafbereich der Unterkünfte, die wegen der Situation aber nur als gering eingestuft wurden. Zu den mittelschweren Mängeln zählte zum Beispiel in einem Fall, dass wegen eines Lieferengpasses nicht genug Schutzmasken vorhanden waren. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bezeichnete es als Manko, dass wegen Werkverträgen nicht die Kontrolle jeder Unterkunft möglich sei. Aber sie betonte: «In den Bereichen, die wir prüfen konnten, haben sich (...) glücklicherweise keine schwerwiegenden Missstände offenbart.»
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