Entflohener Gefangener von Magdeburg nach Berlin zurückgebracht
Vom Freigang für eine Therapie kehrte ein Gefangener vergangene Woche nicht in die Justizvollzugsanstalt zurück
Berlin - Vom Freigang für eine Therapie kehrte ein Gefangener vergangene Woche nicht in die Justizvollzugsanstalt zurück: Nach seiner Festnahme in Magdeburg ist ein entflohener Berliner Häftling nun in die Hauptstadt zurückgebracht worden. Der Mann sei wieder im Gefängnis Tegel eingetroffen, sagte ein Sprecher der Berliner Justizverwaltung heute auf Anfrage. Nach dem Vorfall würden ihm alle Lockerungen wie unbegleitete Ausgänge gestrichen.
Der Gefangene soll nach Angaben des Sprechers auch zu den Gründen für seine Flucht befragt werden. Was der Mann in der Zeit nach dem Ausgang am Mittwochabend und bis zur Festnahme am Freitagabend machte, sei noch nicht bekannt. In Magdeburg hatte er sich selbst in ein Krankenhaus begeben. Mitarbeiter dort erkannten, dass nach ihm gefahndet wird. Polizei-Spezialkräfte nahmen ihn dann fest.
Der Gefangene war nach Angaben der Justizverwaltung im Jahr 2001 zu zehn Jahren Freiheitsstrafe wegen Vergewaltigung, Raubes und Körperverletzung verurteilt worden. Seit 2011 war er in Sicherungsverwahrung. Diese wird für Täter angeordnet, die noch als besonders gefährlich gelten. Der Entflohene hatte bis zum Vorfall vergangene Woche laut Angaben rund 190 begleitete und unbegleitete Ausgänge hinter sich.
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