Fluchtversuch eines Gefangenen - CDU und FDP fordern Aufklärung
Berlin - Nach dem Fluchtversuch eines Gefangenen aus einem Berliner Gefängnis haben CDU und FDP eine Reihe von kritischen Fragen aufgeworfen. «Wie kann es sein, dass ein vergittertes Zellenfenster einfach herausgedrückt werden konnte und dass das Knallen von Silvesterfeuerwerk zu Fehlalarmen führt?», wollte der CDU-Rechtspolitiker Sven Rissmann am Mittwoch wissen. «Und warum werden die vor fünf Jahren eingebauten Fenster der Hafträume erst jetzt überprüft?»
Der Fluchtversuch am Silvesterabend im Gefängnis in Moabit erinnere an die Serie von Ausbrüchen vor einem Jahr, so Rissmann. Das neue Sicherheitskonzept von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) scheine «unzureichend und lückenhaft». Die CDU werde das Thema in der nächsten Sitzung des Rechtsausschusses diskutieren.
Der FDP-Abgeordnete Holger Krestel forderte: «Dirk Behrendt ist jetzt in der Pflicht das zu tun, was schon nach den Ausbrüchen in Plötzensee notwendig gewesen wäre: Die Berliner JVAen umfassend auf ihre bauliche Tauglichkeit zu untersuchen und dem Parlament darüber zu berichten.»
Der Gefangene war durch sein vergittertes Fenster ausgebrochen und auf das Dach des Gebäudes geklettert. Dort wurde er aber entdeckt.
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