Forscher suchen Helfer für Suche nach kosmischen Staubkörnern
Berlin - Meteoriten hinterlassen Krater auf der Erde? Nicht immer. Viele sind so winzig, dass sie auf Berliner Dächern landen, ohne Schaden anzurichten. Für die Suche nach solchen Mini-Staubkörnern aus dem All suchen Berliner Forscher nun freiwillige Helfer. «An der ersten Aktion am 30. Juli 2019 können zehn Interessierte teilnehmen», teilte das Museum für Naturkunde heute mit. Mit der Ausbeute aus dem Projekt «Mikrometeoriten - Der kosmische Schatz Berliner Dächer» wollen Wissenschaftler weiter forschen.
Den Angaben zufolge fallen täglich mehrere Tonnen der nur 0,2 bis 0,3 Millimeter kleinen Teilchen auf die Erde. «Nach einer kurzen Einführung sollen Mitwirkende mithilfe von Stereomikroskopen mögliche Mikrometeoriten aus Proben des gesammelten Materials heraussuchen», so das Museum. Die Suche sei aufwendig, lohne sich aber - in ersten Tests sei das Team mehr als 60 Mal fündig geworden.
Wer sich für die Teilnahme interessiert, soll laut Angaben eine E-Mail mit dem Betreff «Teilnahme am 30. Juli» an die Adresse «mikrometeorite@mfn.berlin» schicken. Frist ist der 14. Juli, 20.00 Uhr. Auch Schulkinder könnten in Begleitung eines Erziehungsberechtigten mitmachen, hieß es. Die ersten Anmeldungen würden bevorzugt.
Von eigenständiger Suche auf Dächern aber rät das Museum dringend ab: Dafür brauche man eine Genehmigung und müsse Sicherheitsvorkehrungen treffen. «Außerdem können durch unsachgemäßes Vorgehen wissenschaftlich interessante Proben zerstört werden», hieß es.
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