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Forscher wollen Gefahren für Berliner Radfahrer sichtbarer machen

 

Berlin - Vollbremsungen wegen plötzlich abbiegender Autos oder gefährliche Überholmanöver von Pkw und Lkw ohne ausreichenden Abstand - Radfahrer in Berlin leben gefährlich. In den Statistiken tauchen diese Situationen aber nicht auf. Es sei denn, sie enden in einem Unfall. Forscher der Technischen Universität Berlin wollen nun mit einer App und der Hilfe möglichst vieler Radfahrer dabei helfen, die Straßen sicherer zu machen.

«Wir wollen eine möglichst umfassende Übersicht über Orte in der Stadt bekommen, an denen es Gefahrenhäufungen gibt», sagt der Informatiker David Bermbach. Der Juniorprofessor hat mit seiner Forschungsgruppe die App «SimRa» entwickelt. Sie kann erkennen, wann Radfahrer zum Beispiel stark bremsen, beschleunigen oder einer Gefahr ausweichen müssen. Die Forscher nutzen für ihre App unter anderem Sensoren und die GPS-Technik in den Handys. Derzeit läuft eine Test-Version, die von etwa 20 Radlern genutzt wird.

«Voraussichtlich in vier Wochen startet unsere App dann offiziell», sagt Bermbach. Er hofft, dass möglichst viele Berliner mitmachen und ihre Daten hochladen. Dies sei anonym möglich. «Der Zeitaufwand für die Nutzung liegt bei etwa zwei Minuten pro Fahrt», so Dermbach.

«Simra» wird als so genanntes Citizen-Science-Projekt von der Technischen Universität Berlin für drei Jahre gefördert. Diese Projekte unterstützen die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern mit Bürgern. Wer mitmachen möchte, kann sich in einen E-Mail-Verteiler aufnehmen lassen und wird über den aktuellen Stand informiert.



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