Ganztagsunterkünfte für Obdachlose könnten wieder eingeführt werden
Sie boten mehr als nur einen Platz für die Nacht: Die im
Berlin - Sie boten mehr als nur einen Platz für die Nacht: Die im Frühjahr wegen der Pandemie eingeführten Obdachlosen-Quartiere könnten bei einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen wieder geöffnet werden. «Sollte es weitere Einschränkungen geben, würden wir die 24/7-Unterkünfte wieder einführen», sagte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) der Deutschen Presse-Agentur. Darüber habe sie mit Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) gesprochen.
Breitenbach berichtete von den Erfahrungen: Mehr als die Hälfte der über 400 obdachlosen Menschen in den drei 24/7-Einrichtungen seien bereit gewesen, soziale Beratung und Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen. «Sie waren zur Ruhe gekommen und wollten sich dann mit der Frage auseinandersetzen, wie sie zu einem anderen Leben kommen.» Die Senatorin sagte, dies mache deutlich, dass es die Bereitschaft und den Wunsch gebe, das eigene Leben wieder selbstbestimmt in die Hand zu nehmen und nicht auf der Straße zu leben.
Seit Anfang Oktober haben die ersten Einrichtungen der Kältehilfe wieder geöffnet, in denen obdachlose Menschen etwa im Warmen übernachten können. Die Platzzahl von anfangs 500 soll nach und nach auf 1000 gesteigert werden. Es gelten Abstands- und Hygieneregeln. Erstmals gezählt wurden in Berlin im Januar rund 2000 Obdachlose.
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