Greenpeace weist verbotene Pestizide in Obst aus Brasilien nach
Die Umweltorganisation Greenpeace hat einen Tag vor dem EU-Handelsminister-Rat
Die Umweltorganisation Greenpeace hat einen Tag vor dem EU-Handelsminister-Rat eine neue Untersuchung zu Pestiziden in Früchten veröffentlicht. Es wurden den Angaben zufolge 70 Früchte - darunter Mangos, Papayas, Melonen und Feigen - aus Brasilien getestet. Bei 59 davon seien Pestizid-Rückstände nachgewiesen worden. Insgesamt wurden laut Greenpeace 35 Wirkstoffe gefunden. Die Mehrzahl seien hochgefährliche Pestizide, elf von ihnen seien in der EU nicht zugelassen, teilte Greenpeace heute mit.
«Auch deutsche Chemieriesen schaden in Brasilien Menschen, Tieren und Natur. Ein toxischer Kreislauf, denn die belasteten Früchte landen wiederum in Deutschland in unserem Obstsalat», sagte Greenpeace-Handelsexperte Jürgen Knirsch.
Wird an dem umstrittenen Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten festgehalten, sinken den Angaben zufolge die Zölle auf Pestizide, die aus der EU nach Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay exportiert werden.
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