Gute, aber kurze Pilzsaison
Im Herbst ist für den Brandenburger Pilzsammler der Tisch meist recht gut gedeckt. Nach längerer Trockenheit kommen die Sammler nun immer mehr auf ihre Kosten.
In Brandenburgs Wäldern kommen Pilzsucher immer mehr auf ihre Kosten. «Es ist schon allerhand los», sagte Wolfgang Bivour, Vorsitzender des Brandenburgischen Landesverbandes der Pilzsachverständigen (BLP e.V.). Allerdings sei es regional sehr unterschiedlich, je nachdem, wie viel Niederschlag die Region abbekomme. «Wenn ein bisschen Feuchtigkeit da ist im Boden, dann wollen die Pilze einfach raus.»
Bis vor ein paar Tagen sei kaum etwas zu finden gewesen. Mittlerweile ist es laut Bivour «doch erstaunlich, was sich da schon dann gezeigt hat». Dennoch wäre es schön, wenn es noch mal ein wenig mehr regnen würde. «Die Pilze brauchen im Herbst keine Überschwemmung, das ist gar nicht gut, aber eine gewisse Grundfeuchte ist nicht schlecht.» Zudem dürfe die Verdunstung - wie etwa an wärmeren Tagen - nicht zu hoch sein.
Vor allem Butterpilze, Steinpilze und Maronen legten jetzt erst richtig los. Hinzu kämen Birkenpilze, Rotkappen und Pfifferlinge. Auch Riesenschirmpilze und Krause Glucken habe er schon gesehen.
Brandenburgs Pilz-Influencer Moritz Schmid glaubt an einen guten Pilz-Herbst. «Durch die lange Trockenheit hat das jetzt halt ein bisschen gedauert und dauert vielerorts auch immer noch», sagte er. «Die Pilze müssen ihre Fruchtkörper ausbilden, deswegen kommt jetzt alles geballt auf einmal und knallt richtig.» Es werde aus seiner Sicht «ein gutes, aber ein sehr, sehr kurzes, knackiges Jahr».
