Haftstrafen wegen Missbrauchs: Mutter stellte Töchter zur Verfügung
Berlin – Jahrelang stellte eine Berliner Mutter ihre drei Töchter einem Verwandten zur Verfügung, der die Mädchen missbrauchte. Gegen die 55-Jährige hat das Landgericht am Donnerstag eine Haftstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten Gefängnis verhängt. 13 Jahre Haft wegen Kindesmissbrauchs in rund 550 Fällen ergingen gegen den 51-jährigen Onkel der drei Opfer. Die Mutter habe ihm ihre Kinder «quasi ausgeliefert», hieß es weiter im Urteil. Insgesamt soll der Angeklagte ein Schmerzensgeld von 140 000 Euro zahlen.
Die beiden Angeklagten wurden des schweren sexuellen Missbrauchs und der Herstellung von Kinderpornografie schuldig gesprochen. Die Mutter sei «keine Randfigur, sondern Täterin», weil sie dem Angeklagten die Kinder zugeführt habe. «Sie hat ihre Töchter überredet, die sexuellen Handlungen über sich ergehen zu lassen», sagte der Vorsitzende Richter.
Bei dem Mann aus Berlin-Schöneberg handelt es sich um den Adoptivbruder der 55-jährigen Frührentnerin. Etwa zehn Jahre lang sei es ab 2010 immer wieder zu Übergriffen vor allem auf die älteste Tochter gekommen. Sie sei bei den ersten Taten acht Jahre alt gewesen.
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