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· Dominik

Hunderte Wölfe im Museum - aber bald auch in der Jägerstube?

60 Wolfs-Territorien in Brandenburg, Hunderte Skelette und Felle im Museum.

Potsdam - Hier passt ein Wolf in eine Kiste. Im Naturkundemuseum in Potsdam werden Knochen, Schädel und Felle von überfahrenen Tieren präpariert und in Schränken aufbewahrt. Etwa 340 Wölfe seien in der Sammlung dokumentiert - die größte bundesweit, sagt die stellvertretende Museumsdirektorin, Ina Pokorny. Brandenburg ist eines der wolfsreichsten Bundesländer.

Da der bislang noch streng geschützte Wolf (Canis lupus) bundesweit ins Jagdrecht kommen soll, könnten künftig weniger Exemplare für Museen anfallen. «Ich glaube, es werden weniger werden, aber es wird nicht aufhören», meint Tier-Präparator Christian Blumenstein, der seit 40 Jahren im Naturkundemuseum arbeitet. In der Wissenschaft gibt es die Sorge, dass Daten und Forschung zum Wolf wegbrechen könnten.
Jäger dürfen tote Wölfe künftig behalten

Derzeit ist hinter vorgehaltener Hand zu hören, dass sicher der ein oder andere Jäger seine private Jagdstube gerne mit einem Wolf schmückt. Das soll künftig ganz legal sein. Denn wie bei Rot- und Schwarzwild soll der Jagdausübungsberechtigte «das Recht zur Aneignung» eines entnommenen Wolfs haben, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte. Der Jäger darf einen toten Wolf also mitnehmen und präparieren lassen - für private Zwecke. 

«Die Exemplare müssen aber fallweise wissenschaftlichen Untersuchungen zugänglich gemacht werden können», heißt es dazu noch aus dem Landesministerium in Potsdam. Klar ist nach der vorgesehenen Aufnahme ins Jagdrecht aber auch: Ein kommerzieller Handel mit Wolfstrophäen ist nicht erlaubt.

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