Insgesamt positive Bilanz des 1. Mai - trotz 39 verletzter Polizisten
Berlin - Trotz einer Reihe verletzter Polizisten am 1. Mai in Berlin haben Polizei und Senat eine weitgehend positive Bilanz gezogen. Laut Polizei verliefen die Veranstaltungen «überwiegend störungsfrei». Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur: «Leider hat es wieder Übergriffe gegeben, aber doch vergleichsweise wenig, wenn man es an früheren Jahren misst.» So sei der Feiertag eher friedlich gewesen. «Und das ist natürlich schön für Berlin.»
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte, bei der linken und linksradikalen Demonstration am Abend in Friedrichshain seien Polizisten «massiv provoziert, beleidigt, körperlich angegriffen sowie mit Flaschen, Böllern und (...) auch gezielt mit Steinen beworfen werden». Das zeige, «dass wir als Gesellschaft noch ein paar Schritte vor uns haben, um wirklich von einem friedlichen 1. Mai zu sprechen».
Nach Polizeiangaben wurden 39 Beamte durch die Angriffe verletzt, aber nur drei von ihnen hätten den Dienst beenden müssen. Es seien 153 Verdächtige überprüft und 44 davon festgenommen worden. Im Zusammenhang mit der großen Demonstration seien 85 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, Angriffen auf Polizisten sowie Körperverletzung. Am gesamten Feiertag waren 5500 Polizisten in der Hauptstadt im Einsatz.
Nachricht teilen
… ich on air!