Israelische Botschaft als Anschlagsziel? Prozess beginnt
Werden vor Gericht Hintergründe bekannt?
Berlin - Ein mutmaßlicher IS-Unterstützer, der einen Anschlag auf die israelische Botschaft geplant haben soll, steht heute (13.00 Uhr) in Berlin vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 19-Jährigen unter anderem Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor.
Der russische Staatsangehörige tschetschenischer Abstammung war im Februar am Hauptstadtflughafen BER festgenommen worden. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft. Das Kammergericht Berlin hat bislang insgesamt neun Verhandlungstage bis zum 12. Januar 2026 geplant. Am ersten Verhandlungstag soll bereits ein Polizist als Zeuge vernommen werden.
Laut Anklage plante der 19-Jährige ab Anfang Februar 2025, einen Anschlag in Deutschland gegen nach seiner Auffassung «Ungläubige» zu begehen. Dabei soll er die israelische Botschaft als Ziel in Betracht gezogen haben. Hierzu habe er sich im Internet Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoffen besorgt. Die Umsetzung sei aber daran gescheitert, dass der Mann sich die dafür erforderlichen Komponenten nicht besorgen konnte.
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