Köpenick steht Kopf: Union-Fans feiern Aufstieg bis in den Morgen
Das Denkmal des Hauptmanns von Köpenick vor dem Rathaus trug in der Nacht einen rot-weißen Schal
Berlin - Das Denkmal des Hauptmanns von Köpenick vor dem Rathaus trug in der Nacht einen rot-weißen Schal, der Müggelturm erstrahlte in den Farben der Unioner und die Fans tanzten in den Pubs rund um die Alte Försterei noch am frühen Morgen auf den Tischen. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff am Montagabend im Relegationsspiel waren das 0:0 des Außenseiters 1. FC Union Berlin gegen den VfB Stuttgart und der damit verbundene erste Aufstieg in die Fußball-Bundesliga nicht nur im Stadion von Zehntausenden euphorisch gefeiert worden.
Hupende Autos und singende Fans mit glücklichen Gesichtern bestimmten noch weit nach Mitternacht das Bild in den Straßen der historischen Altstadt des südöstlichen Berliner Stadtbezirks. «Das ist ein Wahnsinn. Jetzt spielen wir in Dortmund, auf Schalke und bei den Bayern - nie hätte ich geglaubt, dass dieser Traum jemals Realität wird», sagte Mike aus Köpenick, der mit seinem Sohn Andrej im Stadion das Spektakel erlebt hatte.
Tausende Anhänger waren nach dem Abpfiff über die Zäune geklettert und in den Innenraum des Stadions an der Alten Försterei gestürmt. Viele nahmen sich ein Stück von dem gerade erst vor einigen Wochen neu verlegten Rasen als Souvenir mit.
Andere Fans hatten grölend auf dem Torgebälk den größten Erfolg in der 53-jährigen Vereinsgeschichte gefeiert. Anschließend schnitten sich einige als Erinnerung ein Stückchen aus dem Tornetz vor dem Block der Ultra-Fans an der Waldseite heraus.
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