Kampagne für mehr Kinderschutz startet in Brandenburg
Geprügelt, vernachlässigt, eingesperrt: In der Corona-Pandemie will die Landesregierung für den Kinderschutz sensibilisieren
Kampagne für mehr Kinderschutz startet in Brandenburg
Potsdam - Geprügelt, vernachlässigt, eingesperrt: In der Corona-Pandemie will die Landesregierung für den Kinderschutz sensibilisieren und startet dazu am Dienstag eine Social Media-Kampagne. Kindern und Jugendlichen solle damit online der Zugang zu Hilfe bei Stress leichter gemacht werden - insbesondere über das Jugendamt. Das teilte das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport mit. Unter dem Hashtag #wirhörendirzu können Betroffene bei Sorgen Ansprechpartner in ihrer Region finden.
«Unsere Hoffnung ist, dass das in den sozialen Netzwerken geteilt wird und Kinder und Jugendliche, die Stress haben, sich so Unterstützung suchen», sagte Hans Leitner von der Fachstelle Kinderschutz der Deutschen Presse-Agentur. Er hat die Aktion entwickelt und stellt sie gemeinsam mit Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) und Innenminister Michael Stübgen (CDU) in Potsdam vor. Angesprochen werden solle die Altersgruppe ab 12 Jahren.
Die Corona-Pandemie hat laut Jugendministerium auch die üblichen Meldewege für Kindeswohlgefährdung deutlich eingeschränkt. In Brandenburg wuchsen Sorgen, dass es während der Corona-Krise vermehrt zu Kindesmissbrauchsfällen kommen könne.
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