Klimaproteste: Polizei setzt Räumung von Potsdamer Platz fort
Die Polizei hat am Dienstagmorgen die Räumung der Klimaproteste von
Berlin - Die Polizei hat am Dienstagmorgen die Räumung der Klimaproteste von Extinction Rebellion am Potsdamer Platz in Berlin fortgesetzt. Nachdem sich die Beamten in der Nacht zurückgezogen hätten, seien sie seit den frühen Morgenstunden wieder im Einsatz, schrieb die Polizei auf Twitter. «Den Personen, die auf den Straßen bleiben, werden Platzverweise ausgesprochen», sagte eine Sprecherin der Polizei. Die meisten Demonstranten seien der Aufforderung nachgekommen. Einige wurden weggetragen.
Wie ein dpa-Reporter berichtete, befreiten zuvor mehrere Beamte mit Zangen die Demonstrierenden von Ketten und forderten sie auf, Holzhäuser abzubauen, die sie einen Tag zuvor aufgestellt hatten. Um kurz vor 8.30 Uhr waren demnach noch 15 Aktivisten auf der Kreuzung angekettet - etwa an Wannen oder Fahrzeugen. Etwa 50 Personen besetzten weiterhin die Fahrbahn.
Bereits am Montagnachmittag waren am Potsdamer Platz 480 Demonstranten von der Polizei weggetragen worden. Mehr als 150 Teilnehmer verharrten über Nacht am Potsdamer Platz, nachdem die Polizei eine Räumung abgebrochen hatte.
An der Siegessäule, wo am Montag ebenfalls eine Protestaktion begonnen hatte, sei man zum weiteren Vorgehen in Gesprächen mit Verantwortlichen der Bewegung, sagte die Polizeisprecherin. Im Moment seien dort 500 Protestierende. Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in Berlin angekündigt.
Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben.
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