Kroymann: Das Privatfernsehen tat viel für queere Menschen
Trash mit Message: Reality-TV hat laut Maren Kroymann eine wichtige Funktion: Queere Menschen repräsentieren.
Berlin - Privatsender wie RTL und ProSieben haben nach Ansicht von Maren Kroymann deutlich mehr für die Anerkennung queerer Menschen getan als die Öffentlich-Rechtlichen. Das gelte ganz besonders im Reality-TV.
Kroymann betonte in einem dpa-Interview: «Dieses von vielen verachtete Trash-Fernsehen hat lange den Vorteil gehabt, dass Themen aufgebracht wurden, die im "seriösen" Fernsehen – bildungsbürgerlich, öffentlich-rechtlich – so nicht vorkamen».
Als Beispiel nennt sie etwa das Format «Die Bachelorette» mit reiner Frauenbesetzung. «So was haben ARD und ZDF lange nicht geliefert», ergänzte die 76-Jährige. «Aber dieses Publikum gibt es ja durchaus. Inzwischen ändert sich das, dafür sind wir mit "Kroymann" ein Beispiel oder die spannende queere Serie "Schwarze Früchte", die auch in der ARD-Mediathek lief.»Erste Transperson durfte im Dschungelcamp erzählen. Die Berlinerin setzt sich seit vielen Jahren in der Öffentlichkeit für queere Menschen ein.
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