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Kunst im Bombenschutt - Die besondere Geschichte der Skulpturen im Haus Petri

2010 wurden die Skulpturen im Bauschutt vor dem roten Rathaus gefunden - jetzt kehren sie nach Berlin zurück.


Berlin – Im archäologischen "Haus Petri" kehren alte Bekannte zurück.
2010 wurden bei Bauarbeiten am Roten Rathaus 16 Skulpturen im Berliner Bombenschutt entdeckt – Werke, die in der NS-Zeit als „entartet“ galten und beschlagnahmt worden waren.

Die Skulpturen lagen jahrzehntelang unter Trümmern eines im Krieg zerstörten Depots. Viele sind vom Feuer gezeichnet, beschädigt, mit Patina überzogen – und damit selbst Zeitzeugen.

Der Fund wurde bedeutsam, als die Skulptur „Schwangere“ von Emy Roeder identifiziert wurde. Sie war 1937 in der NS-Ausstellung „Entartete Kunst“ zu sehen. Bald stand fest: Auch Werke von Edwin Scharff, Marg Moll, Otto Freundlich, Will Lammert und Richard Haizmann gehörten dazu.

Nun sind sie zurück in Berlin – in der Ausstellung „Der Berliner Skulpturenfund – 'Entartete Kunst' im Bombenschutt“, ab morgen zu sehen im Haus Petri. Das Museum zeigt nicht nur Funde, sondern gibt auch Einblick in archäologische Arbeit.

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