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Lunapharm fordert vom Land 70 Millionen Euro Schadenersatz

Potsdam - Der Brandenburger Pharmahändler Lunapharm, dem das Landesgesundheitsamt nach dem Skandal um angeblich gestohlene Krebsmedikamente den Handel untersagte, fordert vom Land 70 Millionen Euro Schadenersatz. Das bestätigte der Sprecher von Lunapharm, Klaus Kocks, am Donnerstag in Potsdam. Geschäftsführerin Susanne Krautz-Zeitel erklärte, ihre Firma habe zu keiner Zeit mit gestohlenen Medikamenten gehandelt. Die Geschäftsbeziehung mit dem betroffenen griechischen Apotheker habe Lunapharm bereits im Februar 2017 beendet, weil dessen Handelserlaubnis vom Amt infrage gestellt worden sei.

Der Skandal war nach einem Bericht des ARD-Magazins «Kontraste» im Juli 2018 hochgekocht. Danach stand der Verdacht im Raum, dass Medikamente wegen unsachgemäßer Lagerung unwirksam gewesen sein könnten. Auch dies habe sich nicht bestätigt, betonte Krautz-Zeitel. «Die Analysen der Rückstellproben haben ergeben, dass alle Medikamente wirksam waren.» Zudem habe die Europäische Arzneimittelaufsicht EMA erklärt, dass es keine Anzeige zu in Griechenland gestohlenen Medikamenten gegeben habe.

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