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Männer gestehen Sprengstoffanschlag auf Bar in Berlin-Kreuzberg.

Hintergrund der Tat seien die tödlichen Schüsse auf ihren Cousin

Rund sieben Monate nach einem Sprengstoffanschlag auf eine Bar in Berlin-Kreuzberg haben zwei Angeklagte vor dem Landgericht gestanden. Hintergrund der Tat seien die tödlichen Schüsse auf ihren Cousin einige Wochen zuvor gewesen, erklärten die 20- und 21-Jährigen . Sie hätten ein «Zeichen» setzen wollen. Dabei hätten sie darauf geachtet, keine Menschen zu verletzen.Die Angreifer waren im Oktober 2018 mit einem Auto vor die Shisha-Bar in der Oranienstraße gefahren. Bilder einer Überwachungskamera belegen: Gegen 4.30 Uhr am Morgen stiegen zwei der drei Täter aus. Einer schlug mit einem Hammer ein Loch in die Fensterscheibe des Lokals. Der zweite Mann warf eine entsicherte Handgranate in den Raum. Es entstand erheblicher Sachschaden.Die Angeklagten erklärten, sie hätten nach der Tötung ihres Cousins Nidal R. «etwas tun» wollen. Der 36-Jährige, ein Intensivtäter aus einer arabischstämmigen Großfamilie, war im September 2018 in Neukölln von bislang unbekannten Tätern erschossen worden.Der 20-jährige Angeklagte erklärte, er habe die Handgranate in einem Gefühl von «Ohnmacht und Wut» geworfen. Aus seiner damaligen Sicht habe nach dem Tod ihres Cousins «keiner etwas unternommen». Hinterher sie ihm sofort klar gewesen, «dass es ein Fehler war». Er habe Angst vor juristischen Folgen und vor «Rache der anderen Seite» bekommenDie Anklage gegen die seit Ende Oktober 2018 inhaftierten Männer mit deutscher Staatsbürgerschaft lautet auf Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und Sachbeschädigung. Der Prozess wird am 9. Mai fortgesetzt

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