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Maschinenpistolen und Granate - Polizei bekämpft Banden aus Osteuropa

Berlin - Gegen 88 kriminelle Banden und fast 800 Verdächtige vor allem aus Osteuropa ist die Berliner Kriminalpolizei in den vergangenen Jahren gemeinsam mit deutschen und europäischen Kollegen vorgegangen. Knapp drei Jahre dauerte das von der EU mitfinanzierte Polizeiprojekt wie Polizeichefs aus Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt heute sagten. Im Fokus standen zahlreiche osteuropäische Banden von Autodieben sowie Organisierte Kriminalität aus Russland.
Die Polizei nahm in dem Zeitraum rund 350 Verdächtige fest, durchsuchte mehr als 400 Wohnungen und andere Räume und führte mehr als 2200 Ermittlungsverfahren. 685 gestohlene Autos und LKW wurden beschlagnahmt. Nebenbei stießen die Fahnder auch auf kiloweise Drogen wie Kokain, Cannabis und Ecstasy sowie Waffen, darunter mehrere Maschinenpistolen und eine Handgranate.
Die bislang ermittelte Höhe des Schadens liegt demnach bei knapp 60 Millionen Euro. Nach Schätzungen der Polizei wurden von den zahlreichen Banden mehr als 10 000 Fahrzeuge gestohlen.
Neben den deutschen Landeskriminalämtern waren an dem Projekt Polen, Tschechien, Estland, Lettland, Litauen und Schweden sowie Europol beteiligt. Die EU steuerte 500 000 Euro bei, vor allem für Reisekosten der beteiligten Polizisten und technische Ausstattung wie GPS-Sender.
Thomas Susebach vom Berliner LKA, der das Projekt leitete, sagte, die typischen Täter würden von Polen nach Berlin fahren, nachts in mehreren Stunden acht bis zehn teure Autos stehlen und vorerst nur umstellen. Dann verschwänden sie wieder über die Grenze, während die Autos später von Kurierfahrern abgeholt und ebenfalls über die Grenze gefahren würden. Gegen diese gut organisierten Banden helfe auch nur eine internationale Zusammenarbeit der Polizei.

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