Mehr brennende Autos in Berlin - nur selten politischer Hintergrund
In Berlin sind 2019 deutlich mehr Autos in Flammen aufgegangen als in den
Berlin - In Berlin sind 2019 deutlich mehr Autos in Flammen aufgegangen als in den Vorjahren. Wie die Polizei am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte, brannten im vergangenen Jahr insgesamt 596 Fahrzeuge in Folge von Brandstiftung. 2018 waren es 150 Wagen weniger.
Brandstifter zündeten 358 Fahrzeuge direkt an. 238 weitere wurden durch die übergreifenden Flammen beschädigt oder sogar zerstört. In vielen Fällen geht die Polizei von Gründen wie reinem Vandalismus, pyromanischen Tendenzen der Täter, gezielten Racheaktionen im privaten Umfeld, Versicherungsbetrug oder sogenannten Verdeckungsbränden aus. In einem solchen Fall soll mit einem Feuer eine andere Straftat verdeckt werden.
Nur ein kleiner Teil der Brandstiftungen war politisch motiviert. Die meist linksextremen Täter zündeten 56 Fahrzeuge direkt an und beschädigten dabei 43 weitere.
In den meisten Fällen bleiben die Täter unentdeckt. Im August erzielte die Polizei jedoch einen Erfolg und ertappte in Hamburg einen mutmaßlichen Serientäter auf frischer Tat. Er soll in Berlin insgesamt acht Fahrzeuge in Brand gesetzt haben. Am Freitag beginnt der Prozess gegen ihn vor dem Kammergericht Berlin.
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