Messerangriff aus Rache? 22-Jähriger schweigt vor Gericht
Weil er einen jungen Mann in einem Lokal in Berlin-Neukölln aus Rache mit einem Messer attackiert und
Berlin – Weil er einen jungen Mann in einem Lokal in Berlin-Neukölln aus Rache mit einem Messer attackiert und verletzt haben soll, steht ein 22-Jähriger vor dem Landgericht. Unvermittelt sei der Angeklagte von hinten an einen damals 19-Jährigen herangetreten, habe ihn umarmt und ihm dann mit einem Messer eine Schnittwunde am Hals zugefügt, heißt es in der zu Prozessbeginn am Montag verlesenen Anklage wegen versuchten Mordes. Er habe den Attackierten für einen vermeintlichen Nebenbuhler gehalten. Der Verteidiger erklärte, sein Mandant werde zu derzeit nicht zu den Vorwürfen äußern.
Der 19-Jährige saß im September 2019 in einem Café am Hermannplatz, als der Angeklagte aufgetaucht sei. Die beiden Männer sollen sich den Ermittlungen zufolge seit längerem gekannt haben. Der 22-Jährige habe den 19-Jährigen laut Anklage dafür verantwortlich gemacht, dass eine von ihm ersehnte Liebesbeziehung zu einer Frau nicht zustande gekommen sei. «Verzeih mir bitte, aber die Zeit ist gekommen», habe er angekündigt und dann sofort das Messer eingesetzt.
Der Attackierte wehrte sich laut Anklage. Als es zu einem Gerangel kam, habe der 22-Jährige erneut das Messer einsetzen wollen. Zeugen hätten eingegriffen. Der mutmaßliche Täter, dessen Staatsbürgerschaft ungeklärt ist, wurde kurz nach der Tat festgenommen. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess wird voraussichtlich am 26. März fortgesetzt.
Nachricht teilen
… ich on air!