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Meteorologe: Rekordverdächtige Juni-Temperaturen in Berlin

Das Wetter in diesem Juni tanzt aus Expertensicht aus der Reihe. Es sei außergewöhnlich


Berlin - Das Wetter in diesem Juni tanzt aus Expertensicht aus der Reihe. Es sei außergewöhnlich, dass es so früh im Jahr so heiß sei, sagte der Meteorologe Thomas Dümmel von der Freien Universität (FU) am Mittwoch mit Blick auf die Werte an der Messstation Dahlem. Er rechne stark mit einem Rekord bei der Mitteltemperatur: Der Wert, der aus Nacht- und Tageswerten errechnet wird, liege aktuell schon bei 21,7 Grad. Normal seien 16,5 Grad. Der bisherige Rekord ist mehr als 100 Jahre alt: 1917 seien im Mittel in Dahlem 21,0 Grad gemessen worden. Die Messreihe läuft seit 1908.
Mit bisher 285 Sonnenstunden sei auch hier der Monats-Normalwert von rund 220 längst überschritten, so Dümmel. Zudem wird bis zum Monatsende voraussichtlich an vielen Tagen die 30-Grad-Marke geknackt: Dümmel nimmt an, dass es zwölf solcher Tage geben wird. Der bisherige Spitzenwert stammt von 1947 mit acht Tagen über 30 Grad. Rein formal falle der Juni bisher nicht zu trocken aus, allerdings habe es nur an einigen wenigen Tagen sehr stark geregnet. Davon habe die Natur kaum profitiert. «Der meiste Regen ging in die Kanalisation.»
Die Prognosen für den Juli sähen bisher moderat aus, sagte Dümmel. «Das werden viele erst einmal als angenehm empfinden.» Ob der Sommer sein Pulver womöglich schon verschossen hat, müsse sich erst noch zeigen.

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