Ministerium: Neubau für Regierungsterminal am BER muss sein
Schönefeld - Viele Millionen für ein neues Regierungsterminal am BER, obwohl dort schon eins steht? Dieser Plan stößt auf Kritik in Berlin und Brandenburg. Doch aus Sicht des Bundesbauministeriums führt am Neubau kein Weg vorbei. Hauptgrund sind die notwendigen Vorfeldflächen. Am jetzigen Standort gebe es nur 5 Abstellpositionen für Flugzeuge, erforderlich seien aber 13, teilte das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. Ohne einen Neubau könne auch die Flugbereitschaft nicht von Köln-Wahn nach Schönefeld umziehen.
«Ein Regierungsterminal wäre ohne die unmittelbar vor dem zukünftigen Gebäude liegenden großflächigen Abstellpositionen für die Flugzeuge der Staatsgäste und die eigenen Flugzeuge nicht zu nutzen», hieß es aus dem Haus von Bauminister Horst Seehofer (CSU). Platz bräuchten auch Hangars und Büros der Flugbereitschaft.
Bisher müssen die Regierungsmaschinen häufig erst von Köln nach Berlin fliegen, bevor am Flughafen Tegel die Bundeskanzlerin oder ihre Minister einsteigen. Mehr als 800 Mal flogen Hubschrauber und Flugzeuge im vergangenen Jahr leer hin und her. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums blies die «weiße Flotte» dabei 4785 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid in die Luft.
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