Misshandlungsvorwürfe in Rumänien: Kinder aus Brandenburg betroffen
Potsdam - In dem von Deutschen betriebenen Heim für Schwererziehbare in Rumänien, in dem Jugendliche misshandelt worden sein sollen, haben nach Angaben des Bildungsministeriums auch Kinder aus Brandenburg gelebt. Vier Jugendliche aus dem Land seien über eine Einrichtung in Bothel in Niedersachsen an das Heim vermittelt worden, sagte ein Sprecher des brandenburgischen Ministeriums am Montag. Die Einrichtung in Bothel hat demnach eine Geschäftsstelle in Potsdam. In Rumänien waren in der vergangenen Woche ein Deutscher und vier Rumänen verhaftet worden.
Die Verdächtigen sollen Jugendliche aus Deutschland in dem aus deutschen Staatsmitteln mitfinanzierten Heim in Viseu de Sus ausgebeutet und misshandelt haben. Die rumänische Staatsanwaltschaft sprach in einem Schreiben von «Bedingungen wahrhafter Sklaverei». Die Jugendlichen seien auf den Bauernhöfen, wo sie arbeiten mussten, «mit barbarischen Methoden» behandelt worden.
Nachricht teilen
… ich on air!