Mit mehr Prävention Suiziden in Gefängnissen entgegenwirken
Verfeinerte Checklisten, Notfalltelefone, mehr Kameraüberwachung: Mit verstärkten Präventionsmaßnahmen will das
Potsdam - Verfeinerte Checklisten, Notfalltelefone, mehr Kameraüberwachung: Mit verstärkten Präventionsmaßnahmen will das Brandenburger Justizministerium Suiziden in Gefängnissen gegensteuern. «Unsere Fürsorgepflicht gegenüber den Inhaftierten gebietet es, allen Selbsttötungsabsichten durch eine intensive fachkundige Betreuung und rechtsstaatsadäquate Sicherungsmaßnahmen entgegenzuwirken», so Justizministerin Susanne Hoffmann (CDU) am Donnerstag.
So sollen unter anderem suizidgefährdete Gefangene Krisentelefone erhalten, mit denen ihnen Ansprechpartner - möglichst Seelsorger und Psychologen - rund um die Uhr helfen können. Mit diesen und weiteren geplanten Maßnahmen wie beispielsweise der längeren Unterbringung von latent suizidgefährdeten Gefangenen in kameraüberwachten Hafträumen reagiert das Ministerium auf drei Suizide in Gefängnissen in Brandenburg in diesem Jahr - zuletzt am 3. Juni in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg (Havel).
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