Mord vor 50 Jahren: Prozess gegen Ex-Stasi-Mitarbeiter geht weiter
Prozess gegen Ex-Stasi-Mitarbeiter wird fortgesetzt - 50 Jahre nach Mord an einem Polen
Berlin -
Der Prozess gegen einen Ex-Stasi-Mitarbeiter
rund 50 Jahre nach einem tödlichen Schuss auf einen Polen
am DDR-Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße in Ost-Berlin
wird heute vor dem Berliner Landgericht fortgesetzt.
Weitere Zeugen sollen nach Justizangaben gehört werden,
darunter zwei Frauen, die damals als Schülerinnen aus Westdeutschland
Beobachtungen am Grenzübergang gemacht haben sollen.
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat den inzwischen
80 Jahre alten Leipziger
wegen heimtückischen Mordes angeklagt.
Bis es dazu kam, vergingen Jahrzehnte.
Erst im vergangenen Jahr sah die Behörde eine Chance,
den Fall vor Gericht zu bringen.
Laut Anklage soll der Oberleutnant
im März 1974 das 38 Jahre alte Opfer hinterrücks
an dem belebtesten Grenzübergang
zwischen Ost und West erschossen haben.
Der Leipziger soll zur Tatzeit einer Operativgruppe des
DDR-Ministeriums für Staatssicherheit angehört haben
und mit der Tötung des Polen beauftragt worden sein.
Der Angeklagte hatte sich am ersten Prozesstag
vor drei Wochen nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Seine Verteidigerin erklärte, ihr Mandant bestreite den Tatvorwurf.
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