Nach Wahlkampflüge - Woidke stellt mögliche Nachrückerin vor
Potsdam - Nach dem Eklat um Lügen des Brandenburger SPD-Europawahlkandidaten Simon Vaut stellt Ministerpräsident Dietmar Woidke dessen mögliche Nachrückerin vor. Für Mittwoch (11.30 Uhr) hat die Brandenburger SPD zu einer Pressekonferenz mit der Kandidatin Maja Wallstein, Woidke und SPD-Generalsekretär Erik Stohn eingeladen. Vaut hatte am Dienstag eingeräumt, die Partei über seinen Wohnsitz getäuscht zu haben. Anders als angegeben, lebe er nicht in Brandenburg/Havel, sondern in Berlin. Auch seine angebliche Partnerin sei nur eine Bekannte aus der Hauptstadt. Zuerst hatte der Stadtkanal-Sender «SKB TV» am Montag berichtet.
Woidke, der auch SPD-Landeschef ist, war nach Bekanntwerden der Vorwürfe von Vaut abgerückt, der Wahlkampf für ihn wurde eingestellt. Eine Streichung des 41-Jährigen von der Kandidatenliste ist nach Angaben des SPD-Landesverbands zwar nicht mehr möglich. Sollte Vaut jedoch gewählt werden, könnte er die Mitgliedschaft im Parlament ablehnen. Dann würde SPD-Ersatzkandidatin Maja Wallstein nachrücken.
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