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Nachbarin erwürgt und Konto geplündert - Angeklagter gesteht

 

Berlin/Erfurt - Neun Monate nach dem Fund einer toten Berlinerin in Thüringen hat ein Nachbar der Frau vor dem Landgericht der Hauptstadt gestanden. Er habe die 49-Jährige im Streit erwürgt, gab der 42-Jährige heute zu Prozessbeginn zu. Die Geschädigte sei seine Geliebte gewesen. Weil sie seiner Ehefrau von der Affäre berichten wollte, sei es zu dem «finalen Streit» gekommen. Den Vorwurf eines Mordes aus Geldgier wies der Angeklagte zurück. Zwar habe er nach der Tat insgesamt fast 16 000 Euro vom Konto des Opfers abgehoben, doch Geld habe nicht zum Angriff geführt. «Mit tut alles unendlich leid.»

Der zuletzt arbeitslose Deutsche soll seine Nachbarin im Juni 2018 in ihrer Wohnung in Reinickendorf getötet haben. Die Leiche hatte der Täter den Ermittlungen zufolge in einem Rollkoffer mit einem Auto nach Thüringen transportiert. Dort habe er das Opfer an einem Feldweg in einer Senke im Saale-Holzland-Kreis nahe der Autobahn 9 versteckt. Anfang Juli entdeckte ein Spaziergänger die stark verweste und zum Teil vergrabene Tote.

Der gelernte Autolackierer, der in rund zwei Monaten insgesamt 69 Mal die Geldkarten der Getöteten genutzt haben soll, wurde im August 2018 verhaftet. Die Anklage lautet auf Mord aus Habgier und zur Ermöglichung einer anderen Straftat.

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