Nazi-Opfer-Verband steht vor neuen Finanzproblemen
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) steht nach dem Entzug der Gemeinnützigkeit
Berlin - Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) steht nach dem Entzug der Gemeinnützigkeit und drohenden Steuernachzahlungen vor neuen Problemen. Da der Bundesverband vom Berliner Finanzamt nicht mehr als gemeinnützig anerkannt sei, dürften ihm die VVN-Landesverbände keine Beitragsgelder mehr überweisen, sagte Geschäftsführer Thomas Willms der Deutschen Presse-Agentur. Andernfalls droht auch ihnen der Entzug der Gemeinnützigkeit, wie Finanzämter in Thüringen und dem Saarland bereits in Schreiben an die dortigen Landesverbände deutlich machten. «Das ist für uns ein erhebliches finanzielles Problem», so Willms. Es drohe die «Zerschlagung» des VVN.
Das Finanzamt Berlin hatte dem VVN im November 2019 die Gemeinnützigkeit aberkannt und dies damit begründet, dass der Verein in den Verfassungsschutzberichten Bayerns seit Jahren unter Linksextremismus gelistet ist. Nach einem Widerspruch des VVN und bundesweiter Kritik setzte das Finanzamt den Vollzug des ergangenen Steuerbescheids Ende 2019 vorläufig aus. Ob die Entscheidung revidiert wird, ist offen.
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