Obdachlose werden gezählt - Ehemaliger Betroffener lobt Aktion
Die geplante erste Zählung von Obdachlosen in Berlin am Mittwochabend ist von einem langjährigen
Berlin - Die geplante erste Zählung von Obdachlosen in Berlin am Mittwochabend ist von einem langjährigen Betroffenen begrüßt worden. Der frühere Obdachlose Klaus Seilwinder, der inzwischen Stadtführungen zu dem Thema macht, sagte im Interview: «Ich finde es toll, dass der erste Schritt gemacht wird. Es ist ein erster Versuch. Wenn irgendwas nicht klappt, hat man Ansatzpunkte, wie man es besser machen kann.»
Mit der Zählung erkenne der Senat schon mal an, dass es ein Problem gebe. «Mein Gefühl ist: Solange es keine statistische Zahl gibt, ist auch kein Problem da.» Seilwinder sagte, einige Obdachlose könnten Angst haben und sich verstecken, wenn Zähltrupps auftauchen würden und sich der Aktion entziehen, obwohl anonym gezählt werde. «Aber ich kann mir schon vorstellen, dass ein Großteil es gut findet, dass endlich mal was getan wird.»
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