Polizeirazzia gegen Clankriminalität - Drogenhandel und Waffenbesitz
Mit einer Großrazzia ist die Berliner Polizei am Donnerstag gegen kriminelle Mitglieder eines arabischstämmigen
Berlin - Mit einer Großrazzia ist die Berliner Polizei am Donnerstag gegen kriminelle Mitglieder eines arabischstämmigen Clans vorgegangen. Es gehe um den Verdacht des Drogenhandels und illegalen Waffenbesitzes, sagte eine Polizeisprecherin. Mehrere Wohnungen oder andere Räume in verschiedenen Stadtbezirken seien durchsucht worden. 200 Polizisten, darunter Experten vom Landeskriminalamt für den Bereich der organisierten Kriminalität, waren seit 6.00 Uhr im Einsatz. Weitere Informationen sollte es im Laufe des Tages geben.
Kriminelle Mitglieder bestimmter arabischstämmiger Großfamilien waren in den vergangenen Jahren wegen diverser Straftaten verurteilt worden. Dazu gehörten Drogendelikte, Raubüberfälle auf Schmuckabteilungen etwa im Luxuskaufhaus KaDeWe sowie spektakuläre Einbrüche in das Bode-Museum mit dem Diebstahl einer riesigen Goldmünze und in eine Sparkasse.
Ein Clan steht auch wegen der vorläufigen Beschlagnahme von 77 Häusern und Wohnungen im Wert von neun Millionen Euro im Sommer 2018 im Fokus der Öffentlichkeit. Im April sorgte eine Beerdigung im Clanmilieu für einen Großeinsatz der Polizei samt Hubschrauber, weil die Corona-Beschränkungen durchgesetzt werden sollten. Im November 2018 hatte der Berliner Senat einen Fünf-Punkte-Plan gegen die kriminellen Aktivitäten einiger Clans beschlossen.
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