Polizisten loben Bodycams - trotzdem Verzögerungen bei Testbetrieb
Der Testlauf der Berliner Polizei mit sogenannten Bodycams soll sich deutlich verzögern
Berlin - Der Testlauf der Berliner Polizei mit sogenannten Bodycams soll sich deutlich verzögern. Der seit einem halben Jahr laufende Test sollte eigentlich ab diesem April von 30 auf 300 der kleinen Kameras an der Uniform ausgeweitet werden. Nun soll dies nach Informationen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) erst Anfang 2023 geschehen. Grund seien Probleme bei der Anschaffung der Kameras. Der derzeitige Betrieb mit den wenigen Kameras läuft nun bis Ende 2021 weiter.
Von September 2021 bis Mitte März 2022 wurden die Kameras, die nur bei bestimmten Polizeieinheiten in der Berliner Innenstadt eingesetzt werden, laut GdP 64 Mal ausgelöst. Mit den Geräten sollen Situationen, die sich aggressiv entwickeln, gefilmt werden, um Straftäter abzuschrecken und die Lage zu beruhigen. Polizisten sind besonders in Großstädten oft Pöbeleien und Angriffen ausgesetzt. In Berlin wurden im Jahr 2020 3525 Fälle erfasst, in denen sie aggressiv angegangen wurden oder ein Verdächtiger Widerstand leistete.
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