Protest bei Weidel-Interview – ARD will Vorkehrungen treffen
Musik, Trillerpfeifen, Rufe: Mit Lärm gegen die AfD
Berlin - Nach dem von lautem Protest begleiteten ARD-«Sommerinterview» mit AfD-Chefin Alice Weidel kündigt der Sender Konsequenzen an.
«Ein ungestörter Ablauf der Interviews ist in unserem Interesse und vor allem im Interesse des Publikums, daher werden wir aus der Sendung Schlüsse ziehen und in Zukunft Vorkehrungen treffen», teilte eine Sprecherin des ARD-Hauptstadtstudios mit.
Details nannte sie nicht.
«Wir bedauern, dass das Interview durch die akustische Protestaktion teilweise schwer zu verstehen war.»
Das werde intern ausgewertet.
Bis zum Beginn der Sendung sei die Protestaktion nicht bekannt gewesen.
Das am Nachmittag live im Internet übertragene Interview mit der AfD-Vorsitzenden Weidel wurde im Berliner Regierungsviertel an der Spree unter freiem Himmel geführt.
Eine Demonstration am anderen Spreeufer mit Trillerpfeifen, Hupen und lauter Musik mit Anti-AfD-Slogans war in der Übertragung deutlich zu hören. Hinter der Aktion steckt nach eigenen Angaben die Gruppe Zentrum für Politische Schönheit. Die Polizei beendete die nicht angemeldete Aktion.
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