Prozess um antisemitische Attacke in Berlin: Angeklagte schweigen
Berlin – Nach einem mutmaßlich antisemitischen Angriff auf einen Mann in einem Berliner Park stehen seit Donnerstag fünf Männer vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergaren. Die 19- bis 23-jährigen Angeklagten schwiegen zu Beginn des Prozesses. Laut Anklage sollen sie den damals 25-jährigen Geschädigten wegen seines jüdischen Glaubens und seiner sexuellen Orientierung minutenlang geschlagen und getreten haben. Das Opfer habe unter anderem Platzwunden an der Stirn erlitten.
Die Angeklagten – drei syrische Staatsangehörige und zwei Männer mit ungeklärter Staatsbürgerschaft – sollen sich im Juli 2018 im James-Simon-Park in Berlin-Mitte in einer größeren Gruppe befunden haben, als sie von dem Opfer angesprochen worden seien. Der Mann habe um ein Feuerzeug gebeten, so die Anklage. «Hasserfüllt» hätten sich die Angeklagten entschlossen, ihn anzugreifen. Einer der Männer habe dem Geschädigten dessen Kette mit Davidstern-Anhänger vom Hals gerissen, sie sich um die Faust gewickelt und dem 25-Jährigen dann einen Faustschlag ins Gesicht versetzt. Der Mann sei von der Gruppe weiter geschlagen und getreten worden.
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