Prozess um Elfenbein-Schmuggel - Urteil erwartet
Im Prozess um den Schmuggel von rund 1,2 Tonnen Elfenbein werden am
Cottbus - Im Prozess um den Schmuggel von rund 1,2 Tonnen Elfenbein werden am Donnerstag (9.30) die Plädoyers und das Urteil erwartet. Der Angeklagte soll eine Frau mit der Ausfuhr von etwa 600 Kilogramm Elfenbein von Deutschland nach Vietnam beauftragt haben.
Die Ware soll am Flughafen Berlin-Schönefeld - als Kaminuhren deklariert - zur Ausfuhr angemeldet worden sein. Darüber hinaus sollen in von ihm angemieteten Räumlichkeiten etwa 570 Kilogramm Elfenbein sowie Maschinen zur Verarbeitung gelagert worden sein. Der aus Hessen stammende Angeklagte ist wegen Vergehens gegen das Bundesnaturschutzgesetz angeklagt. Das Gesetz sieht dafür eine Strafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren Gefängnis vor.
Wegen eines wichtigen Gutachtens über die gefundene Ware war es zu Verzögerungen gekommen. Für das Strafmaß sei entscheidend, um welches Elfenbein es sich handelt, teilte das Gericht mit. Nicht jeder Handel werde gleichermaßen bestraft. Das entsprechende Gutachten soll der Sachverständige am Donnerstag abschließen. Anschließend sollen Plädoyers und Urteil folgen.
Der 50-Jährige gab an, die Ware auf Flohmärkten erworben zu haben. Er räumte die ihm vorgeworfenen Taten ein. Zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung war es zu einem Deal gekommen: Ist der Angeklagte vollumfassend geständig, wird er im Falle einer Verurteilung zu einer Strafe von mindestens einem Jahr und sechs Monaten bis maximal zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.
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